| Pressestimmen zur Cebit: Die Welt |
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Die Welt:
Die Cebit sucht ihr Image Weg aus Hannover: Neuheiten der IT-Branche werden inzwischen woanders vorgestellt Hannover - Es sind schwierige Zeiten für die Cebit. Die weltgrößte IT-Messe sucht ihre künftige Rolle in der Hightech-Welt. Zwar konnten die Veranstalter den drastischen Ausstellerschwund der vergangenen Jahre bremsen. Fachmessen aber haben an Bedeutung gewonnen und machen der Cebit Konkurrenz. Dazu beschleunigt die Wirtschaftskrise den Strukturwandel in der Hightech-Industrie. Zwar haben sich die Geschäftserwartungen in der deutschen IT- Branche verbessert. Nach einem Umsatzrückgang von rund 2,5 Prozent auf 142 Milliarden Euro im vergangenen Jahr erwartet der Branchenverband Bitkom für 2010 ein minimales Umsatzplus. Die Cebit müsse auf den ständigen Wandel in der Branche reagieren, sagt Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. "Auf der Messe geht es nicht mehr nur um Show, Image und Vertrieb." In Hannover werde Politik gemacht. "Die Cebit ist das Herz der digitalen Welt." Für die Zukunft müsse es gelingen, der Cebit wieder ein klares Profil zu geben. Im vergangenen Jahr wurde die Messe von der Wirtschaftskrise überrollt. Die Ausstellerzahl fiel um ein Viertel auf rund 4300, bei der Ausstellungsfläche gab es ein Minus von einem Fünftel auf etwa 200 000 Quadratmeter. Die Zahl der Besucher brach um knapp 20 Prozent auf etwa 400 000 ein. Diesmal sind wieder etwa 150 Aussteller weniger in Hannover dabei. Mit dem Schwerpunktthema "Connected Worlds" - unterschiedliche Technologien und Branchen wachsen mit Hilfe des Internets zusammen - will die Cebit 2010 auf den aktuellen Trend aufspringen. Spektakuläre Neuheiten aber feiern ihre Premiere nicht mehr in Hannover, sondern zum Beispiel auf dem Mobile World Congress in Barcelona oder der Consumer Electronics Show in Las Vegas oder der IFA in Berlin. Und ein Branchenriese wie Apple stellt seine neuen Geräte wie zuletzt den Tablet-Computer iPad auf hauseigenen Veranstaltungen vor. Scheer betont jedoch, als breite Plattform für die gesamte IT-Welt sei die Cebit auch im weltweiten Vergleich einzigartig. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird heute Abend gemeinsam mit Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero die Cebit eröffnen. Spanien ist Partnerland der diesjährigen Cebit. Kurz vor deren Beginn warnte die Kanzlerin vor den Risiken des Internets. Die Politik müsse sich auch mit Gefährdungen aus dem Internet auseinandersetzen, sagte Merkel in ihrem wöchentlichen Internet-Podcast. "Das bedeutet nicht, dass wir die Freiheit des Internets unnötig einschränken wollen, aber es bedeutet eben auch, dass umfassend Rechtssicherheit für die Menschen gewährleistet werden muss." Das Internet sei kein rechtsfreier Raum. Sie ermahnte die Nutzer, vorsichtiger mit persönlichen Daten umzugehen. Quelle: Welt.de 01.03.2010 |

